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Ja, es gibt auch freiwillige Kommata zu setzen

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In Infinitivsätzen mit „zu“ fragt man sich nur allzu oft: mit oder ohne Komma? Wir verraten, wann ein Komma zwingend erforderlich ist.

Kommas vor „zu“ plus Infinitiv
Die Kommasetzung ist immer wieder ein schwieriges Thema – auch bei Infinitivkonstruktionen mit „zu“.

Im Deutschen gibt es einige Sätze ganz ohne Kommasetzung. Dann wiederum gibt es Konstruktionen, in denen unbedingt ein Komma gehört – so wie genau dieser. Einige wenige jedoch rufen auf(,) sich für oder auch gegen das Komma zu entscheiden – so wie genau dieser.

Fall 1: Infinitivgruppe bezieht sich auf vorangehendes Verb (Komma freiwillig)

Es gibt ein paar Verben, die automatisch eine solche Infinitivgruppe hervorrufen. Sofern sich also das Verb in der Grundform auf das vorangehende (konjugierte) Verb des Hauptsatzes bezieht, gehört der Satz zu Fall 1. Hier ist das Komma freiwillig; es stimmen also beide Sätze gleichermaßen:

Ich versuche dann dort zu sein.
Ich versuche, dann dort zu sein.

Bei besonders langen Konstruktionen kann ein Komma jedoch zur Lesefreundlichkeit beitragen:

Die meisten der Parteimitglieder verständigten sich widerwillig, entgegen aller Erwartungen doch noch für die umstrittene Ortsumgehung zu stimmen.

Zudem spielt auch die Position des Kommas eine entscheidende Rolle:

Er beschloss, nur langsam den Platz zu räumen.
Er beschloss nur, langsam den Platz zu räumen.
Er beschloss nur langsam, den Platz zu räumen.

Wir empfehlen daher, grundsätzlich einfach ein Komma zu setzen, damit Ihr Text einheitlicher wird.


Fall 2: Bezug auf ein anderes Bezugswort

(Komma erforderlich)

Teilweise bezieht sich die Infinitivgruppe im zweiten Satzteil auf Substantive (Hauptwörter) oder Pronomen (Fürwörter). Dann muss unbedingt ein Komma vor der Konstruktion gesetzt werden:

Das Ziel der Mission, den Frieden zu gewährleisten, schlug leider fehl.
Denk bitte daran, den Hund zu füttern, wenn wir weg sind.
Sie liebt es, tagelang über dasselbe zu reden.

Fall 3: Infinitivgruppen mit als, außer, (an)statt, ohne, um (Komma erforderlich)

Wenn der Teilsatz mit einer der Konjunktionen als, außer, (an)statt, ohne oder um eingeleitet wird, muss auch ein Komma gesetzt werden.

Es gibt doch nichts Schöneres, als am Strand zu liegen.
Ohne davon zu wissen, musste die Klasse heute einen Test schreiben.
Eselsbrücke

„Sei doch nicht dumm, Komma hin, falls

außer, ohne, um, (an)statt und als!“

Merke:

Setzen Sie unbedingt die Kommas bei Substantiv / Pronomen + zu + Infinitiv

oder bei den sechs Konjunktionen als, außer, statt, anstatt, ohne und um.

Setzen Sie auch das freiwillige Komma bei Verb + zu + Infinitiv.

Falls Sie einmal den Überblick in Ihren Texten vor lauter Nebensätzen, Aufzählungen und Einschüben verlieren sollten, denkt LanguageTool, ohne jetzt sehr viel drum herumzureden, für Sie daran, auch wirklich jedes der vielen Kommas, die auch oft innerhalb desselben Satzes vorkommen können, zu setzen, damit Ihr Text auch bloß leserlich bleibt, anstatt viel Verwirrung hervorzurufen.


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